
Magdeburg. Auf ihr bisher erfolgreichstes Jahr können Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteili-gungsgesellschaft in Sachsen-Anhalt zurück blicken. "Unser Erfolg liegt zum großen Teil darin, dass wir in der Zusammenarbeit unserer beiden Einrichtungen Bürgschaften, Beteiligungen und die dafür erforderlichen Garantien unter einem Dach praktisch aus einer Hand anbieten können", schätzte Christian Koeppel, Sprecher der Geschäftsführungen von BB und mbg, auf der Bilanzpressekonferenz im März ein. Beide Institute leisteten im Jahr 2002 gemeinsam Finanzierungshilfen im Gesamtumfang von rund 105 Mio. Euro und schoben damit Investitionen in Höhe von 341 Mio. Euro an. Die BB übernahm 375 Bürgschaften und Beteiligungsgarantien (2001: 337). Der Finanzierungsumfang kletterte dabei von 65 auf 75 Mio. Euro um 15%. Rund 45% des Bürgschaftsvolumens wurde für den industriellen Mittelstand übernommen. Im zehnten Jahr seit ihrer Gründung erreichte auch die MBG ihre bisher beste Bilanz. Sie ging 46 neue Beteiligungen gegenüber 27 im Jahr 2001 ein. Sogar mehr als verdoppelt hat sich das Beteiligungskapital auf 30,3 Mio. Euro gegenüber 14,8 Mio. Euro im Vergleichsjahr. Mit diesem Ergebnis lag die BB im Ranking der 24 deutschen Bürgschaftsbanken und Garantiegemeinschaften beim Bestandsgeschäft auf Platz 5. Die MBG belegte im bundesweiten Vergleich der 14 mittelständischen Beteiligungsgesellschaften Platz 4. Im Neugeschäft konnten die beiden Schwestergesellschaften jeweils sogar Platz 2 erreichen.
Wie in den Vorjahren hat die BB auch in 2002 ihr vorsichtiges Kreditrisiko-Management verfolgt. Dies war auch deshalb erforderlich, da die Hausbanken den Ausfall von 174 Bürgschaften (2001: 208) mit 32,5 Mio. Euro (32,7) meldeten. Außerdem mussten 9 Beteiligungen mit insgesamt 4,3 Mio. Euro gekündigt werden, 2001 waren dies noch 7 mit 1,7 Mio. Euro. Mit Rückstellungen von gut 35 Prozent des Eigenrisikos ist die BB für den potenziellen Ausfall jeder dritten Bürgschaft oder Garantie bilanziell gerüstet. Die Relation der eigenen Deckungsmittel aus Eigenkapital, Rückstellungen, Pensionszusagen und sonstigen haftenden Mitteln zum Eigenobligo beträgt weiterhin gute rd. 50%. Der BB- Verwaltungsratsvorsitzende Hans-Dieter Feisthauer, Direktor der Nord/LB, hob angesichts dieser Bilanz die erfolgreiche Entwicklung von Bürgschaftsbank und Beteiligungsgesellschaft hervor. Mit beiden Häusern sei "ein gutes Instrument geschaffen worden", sagte Feisthauer und ergänzte: "Die Mannschaft ist gut aufgestellt." Thomas Bankowski, Aufsichtsratsvorsitzender der MBG und Direktor der Commerzbank Magdeburg, bezeichnete auf der Bilanzpressekonferenz "die Zusammenarbeit mit der MBG als wesentlichen Bestandteil der Fremdkapitalversorgung in Sachsen-Anhalt." Er verwies auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Beteiligungen, mit denen auch in die Zukunft des Landes investiert werde.
Magdeburg. Das neue Geschäftsjahr ist für BB und MBG erfolgreich angelaufen. Beide Förderinstitute können nach einem sehr positiven Wachstumsjahr 2002 auch für das erste Quartal 2003 eine weiterhin hohe Nachfrage feststellen. - Seit Jahresbeginn beträgt die Höchstgrenze für Bürgschaften eine Million Euro. Die Zahl der Anträge auf Bürgschaften und Garantien für Beteiligungen stieg zwischen Januar und März im Vergleich zu den Vorjahren erneut an. Bis Ende März nahm die BB 156 Anträge entgegen. Das damit verbundene Bürgschaftsvolumen von 24,4 Millionen Euro liegt um rund ein Drittel über der Summe des gleichen Vorjahreszeitraums. 2002 waren von Januar bis März 130 Anträge eingereicht worden. Auch die MBG konnte annähernd mit dem stürmischen Wachstumstrend des Vorjahres mithalten: So gingen zwischen Januar und März 2003 zwölf Anträge auf eine Beteiligung ein - im gleichen Vorjahreszeitraum waren es zwar noch siebzehn, dafür stieg das Volumen pro Antrag nicht unerheblich: Das beantragte Beteiligungsvolumen beläuft sich insgesamt auf immerhin 7,6 gegenüber 8,2 Millionen Euro im ersten Quartal 2002.
Erneut können wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück blicken. Mit einem Rekordergebnis bei Bürgschaften und Beteiligungen haben wir - gemeinsam mit Ihnen - im Jahr 2002 wieder viele Existenzgründer und Unternehmer in Sachsen-Anhalt beim Start, bei der Festigung oder beim Ausbau ihrer Firmen unterstützen können. In einer nach wie vor schwierigen volkswirtschaftlichen Umwelt förderten wir unverzichtbaren unternehmerischen Mut und Einsatz und haben damit letztendlich auch einen gemeinsamen Beitrag für die Zukunft der Wirtschaft in unserem Bundesland geleistet. Unser Engagement beruht auf der festen Basis einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Ihnen, unseren Partnern aus der Kreditwirtschaft, von den Kammern und Verbänden sowie mit dem Land Sachsen-Anhalt. Dafür danken wir Ihnen. Wir hoffen und freuen uns zugleich, dieses gedeihliche Zusammenwirken auch im Jahr 2003 mit dem gleichen Erfolg fortsetzen zu können.
Bei der BB hat sich wieder ein personeller "Zuwachs" ergeben: Die Bankkauffrau und Finanzökonomin Romy Roelecke (47) verstärkt seit dem 01.04. den Bereich Maschinelle Bilanzanalyse und Rating, womit wir für die "Basel II"-Anforderungen jetzt gut aufgestellt sind. Hierbei ist von Vorteil, dass Frau Roelecke über langjährige Erfahrungen in der Bilanzanalyse der DZ-BANK verfügt.