
vor Ihnen liegt die erste Ausgabe der "Info" der BB und mbg. Auf diesem Wege wollen wir Sie auch künftig immer dann, wenn es bei uns etwas Neues oder -wie wir meinen- Mitteilenswertes gibt, kurz und knapp informieren. Wir erhoffen uns davon eine noch bessere Kommunikation zwischen Ihnen als Hausbanken des Mittelstandes und unseren Förderinstituten.
Im "Info" finden Sie auf einen Blick nicht nur Zahlen und Fakten aus dem Geschäft beider Förderinstitute, sondern auch Hinweise auf neue Programme und Richtlinien, Trends und Probleme sowie Personalien. Für Ihre Fragen und Anregungen sind wir dabei offen.
Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH (BB) und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (mbg) sind weiter auf einem guten Weg: Beide Institute haben den Mittelstand in Sachsen-Anhalt 1998 mit mehr als DEM 96 Mio. unterstützt, bilanziert Christian Koeppel, seit November letzten Jahres als Geschäftsführer im Amt.
Die Auswirkungen auf den sachsen-anhaltinischen Arbeitsmarkt sind beachtlich: 4984 Arbeitsplätze wurden mit Hilfe der Förderung gesichert, 665 Stellen neu geschaffenn. Die BB hat dabei in 312 Fällen (Vorjahr: 416) Kredite und Beteiligungen über DEM 83 Mio. (Vorjahr: DEM 121 Mio.) verbürgt. Der Rückgang beim Neugeschäft ist für Christian Koeppel zum einen Ausdruck einer Normalisierung: "Weil die Gründungswelle nach der Wende abebbt, werden bei der BB auch weniger Anträge gestellt." Andererseits sieht der Sprecher der Geschäftsführung darin auch Zeichen wirtschaftlicher Stagnagtion bei kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen-Anhalt.
Mit Zuwächsen wartet dagegen die MBG im Beteiligungsgeschäft auf. Bei 13 neuen Beteiligungen (Vorjahr: 15) wurden 13,2 Mio. (Vorjahr: DEM 6 Mio.) an zukunftsträchtige Unternehmen vergeben. Die Verdopplung in der Summe der ausgereichten Gelder rührt daher, daß zunehmend Industrieunternehmen und innovative Technologiefirmen, die einen höheren Kapitalbedarf haben, gefördert werden.

Seit langem gibt es Bemühungen, Mitarbeiter stärker an das eigene Unternehmen zu binden, um ihr Interesse am geschäftlichen Erfolg und die Motivation zu erhöhen. Eine vieldiskutierte Möglichkeit dafür ist die Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivvermögen.
Daß sich dies bislang nur bedingt durchsetzen konnte, liegt zum einen natürlich daran, daß nur wenige Unternehmen in der Lage sind, solche Beteiligungen anzubieten. Das zweite Hindernis ist zum anderen die Befürchtung der Beschäftigten, bei Zahlungsunfähigkeit Ihrer Firma das eingezahlte Geld zu verlieren.
Zumindest die Insolvenzängste kann die BB mit einem bundesweit einzigartigen Programm weitgehend entkräften helfen: Sie übernimmt Garantien für Beteiligungen, die Mitarbeiter an dem Unternehmen, bei dem sie beschäftigt sind, eingehen wollen. "Dadurch können wir das Ziel, Arbeitnehmer stärker am Produktivkapital teilhaben zu lassen, unterstützen", erläutert hierzu Geschäftsführer Christian Koeppel. Konkret bedeutet das, daß im Fall einer Insolvenz der Firma 80 Prozent der von den Mitarbeitern eingezahlten Gelder abgesichert sind.
Das seit Januar bestehende Programm wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium Sachsen-Anhalt, das als Rückgarant fungiert, aufgelegt. Interessierte Kreditinstitute sowie Unternehmen können sich über die Einzelheiten des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms bei der BB informieren. Ansprechpartner sind Frau Danielzyk und Frau Melasch, telefonisch zu erreichen unter: (0391) 73 752-42 bzw. -20.